Das Imposter-Syndrom beschreibt das Gefühl, ein Hochstapler zu sein – oft begleitet von Selbstzweifeln, Angst vor Entlarvung und der Überzeugung, den eigenen Erfolg nicht verdient zu haben. Viele Menschen, auch erfolgreiche Führungskräfte und Unternehmerinnen, kämpfen mit diesen Gefühlen. Typische Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“, „Irgendwann merken alle, dass ich keine Ahnung habe“ dominieren das Denken und führen oft dazu, eigene Leistungen kleinzureden.
Erkennst du dich wieder? Spannend ist doch, dass es anderseits auch Menschen gibt, die so ein starkes Selbstbewusstsein haben, dass sie obwohl sie, fachlich vielleicht gar nicht so gut sind, trotzdem überzeugen können. Und hier kommt Human Design ganz wunderbar zur Hilfe.
Human Design als Weg zur Selbsterkenntnis
Human Design ist ein System, das aufzeigt, wie jeder Mensch individuell „designed“ ist. Es kombiniert Aspekte der Astrologie, des Chakrasystems und anderer Weisheitslehren und gibt Einblick in die eigene energetische Konstitution.
In der Selbstständigkeit ist das Wissen über das eigene Design besonders wertvoll: es kann helfen, Glaubenssätze zu erkennen, Stärken zu nutzen und klare Entscheidungen zu treffen. Schau dir hierzu auch gerne meinen vorherigen Beitrag „Warum Human Design im Business, bei der Gründung und in der Selbstständigkeit so wichtig ist“ an.
Wichtig ist, dass du verstehst, dass jeder Mensch ein individuelles Chart hat und das macht die Sache doch auch so spannend und authentisch. Denn sind wir mal ehrlich, jeder von uns tickt anders und es gibt in meinen Augen kein Modell was für alle passend ist.
Lass uns nun zurückkehren zum Imposter Syndrom. Besonders betroffen vom Imposter-Syndrom sind Menschen mit einem undefinierten Selbstzentrum. Das Selbstzentrum steht für Identität und Selbstbewusstsein. Ein undefiniertes Selbstzentrum kann häufig zu Unsicherheiten führen, Selbstzweifel verstärken und das Gefühl erzeugen, „nicht gut genug“ zu sein.
Typische Glaubenssätze für Menschen mit einem undefinierten Selbstzentrum sind:
„Ich muss mich beweisen, um wertvoll zu sein.“
„Ich bin nicht kompetent genug.“
„Andere sind besser als ich.“

Gefahren des Imposter-Syndroms in der Selbstständigkeit
In der Selbstständigkeit und Gründungsphase kann das Imposter-Syndrom besonders belastend wirken. Typische Gefahren sind:
- Nicht ins Handeln kommen: Selbstzweifel führen dazu, dass man Projekte aufschiebt oder sich nicht traut, neue Angebote zu erstellen. Ein Beispiel: du bist Expertin für Hochzeitsfotografie und möchtest andere Fotografen und auch deine Kunden durch Blogbeiträge inspirieren. Leider kommst du nicht ins Verfassen der Beiträge, weil du an dir zweifelst und der Meinung bist, dass andere es besser können.
- Zu niedrige Preise: Das Gefühl, den eigenen Wert nicht zu erkennen, führt oft dazu, dass zu niedrige Preise festgelegt werden, was sich langfristig negativ auf das Geschäft auswirkt. Ein Beispiel: Du weißt, dass du einen Stundensatz von mindestens 75€ abrufen musst, um deine Kosten gewinnbringend decken zu können. Du hast aber Angst vor Diskussionen mit Kunden. Lieber arbeitest du mehr für weniger Geld.
- Ständige Vergleiche mit anderen: Der ständige Blick auf „bessere“ oder „erfolgreichere“ Selbstständige verstärkt das Gefühl, unzureichend zu sein. Ein Beispiel: Du bist Fotografin und schaust dir ständig die Instagram Profile namhafter Fotografen an. Du empfindest dadurch deine Arbeit und dich selbst als weniger wert. Aber lass dir eins gesagt haben: auch diese Fotografen haben irgendwann mal angefangen und waren/sind nicht perfekt. Die soziale Welt gaukelt uns häufig auch etwas vor.
Auch ich habe zu Beginn meiner Selbstständigkeit immer wieder gedacht, dass andere besser sind oder mehr bieten. Ich fühlte mich unsicher, wenn ich die Angebote von anderen sah, und dachte: „Wie soll ich da mithalten?“ Aber schnell erkannte ich, dass es immer jemanden gibt, der etwas anders oder besser kann – oder der günstiger anbietet. Dies zu akzeptieren, war ein erster Schritt, das Imposter-Syndrom in den Griff zu bekommen.
Tipps zur Überwindung des Imposter-Syndroms
Hier einige Wege, um das Imposter-Syndrom langfristig abzuschwächen:
- Glaubenssätze hinterfragen: Erkenne und reflektiere negative Glaubenssätze, die dich limitieren. Frage dich: „Stimmt das wirklich?“
- Erfolge feiern: Notiere deine Erfolge und erinnere dich regelmäßig daran. Ein Erfolgstagebuch kann dabei helfen, die eigenen Fortschritte zu sehen.
- Nicht vergleichen: Konzentriere dich auf deinen eigenen Weg und deine individuellen Stärken. Jeder Mensch und jedes Business ist einzigartig.
- Unterstützung suchen: Hol dir Inspiration oder Mentorinnen, die dich auf deinem Weg bestärken. Gern helfe ich dir auf deinem Weg zur selbstbewussten Unternehmerin.
Fazit
Das Imposter-Syndrom ist eine Herausforderung, die viele Selbstständige erleben. Mit der Hilfe von Human Design kannst du die Ursachen erkennen und Strategien entwickeln, die speziell zu deinem Energietyp passen. Ob bei der Kommunikation, Entscheidungsfindung oder Risikobereitschaft – Human Design bietet wertvolle Einblicke, um sich authentisch und selbstbewusst aufzustellen.
Dieser Artikel zeigt, dass das Imposter-Syndrom kein „Fehler“ ist, sondern oft eine tieferliegende Unsicherheit. Mit etwas Selbstreflexion, einem starken Selbstbild und dem Wissen aus Human Design kannst du lernen, dich weniger von Selbstzweifeln leiten zu lassen und deine berufliche Vision selbstbewusst zu verfolgen.


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